Freitag, 20. Januar 2012
Dinge, die die Welt nicht braucht
janoschs-laberecke, 02:31h
Es gibt Leute, die sich irgendwann aus dem Freundeskreis verabschieden. Ganz bewußt kehren sie einem den Rücken zu. Haben nicht den Mut, das direkte Gespräch zu suchen und zu sagen, was los ist oder wieso sie sich abwenden. Stattdessen zerreißt man sich das Maul und igelt sich in Halbwahrheiten ein.
Eigentlich ist so ein Verhalten enttäuschend. Kann sogar verletzend sein. In einem realen Fall, der mich betrifft, hat es mir wieder mal die Augen geöffnet. Freundschaft hat - nach meiner Meinung - verschiedene Facetten. Man kann zusammen feiern, fröhlich sein und Freizeit gemeinsam verbringen. Es darf und muss doch auch möglich sein krititsche Äußerungen zu machen. Bin ich denn nur ein guter Freund, wenn ich zu allem zustimmend nicke?
Wenn ich anderer Meinung bin, dann sage ich das auch. Natürlich ist es wichtig, in welcher Form Kritik eingebracht wird, aber grundsätzlich kann es nicht ohne funktionieren. Ich möchte doch nicht in "Selbstbeweihräucherung" (seltsames Wort, ich weiß... ;-) ) versinken.
Umso erbärmlicher ist es, wenn dann hinterrücks gelästert, aber vorne gute Miene gespielt wird.
Das verrückte an der aktuellen Situation bei mir ist, daß es mich momentan nicht wirklich böse oder wütend macht, sondern eher "amüsiert". Ich hatte mir immer vorgenommen, mich nicht von Neid oder Mißgunst zerfressen zu lassen. Und genau dieser Gedanke hilft mir jetzt weiter. Wer meint, ohne mich besser klar zu kommen, den lasse ich hinter mir.
Muß wohl so sein...
Ein wenig Selbstschutz gehört eben auch dazu.
Eigentlich ist so ein Verhalten enttäuschend. Kann sogar verletzend sein. In einem realen Fall, der mich betrifft, hat es mir wieder mal die Augen geöffnet. Freundschaft hat - nach meiner Meinung - verschiedene Facetten. Man kann zusammen feiern, fröhlich sein und Freizeit gemeinsam verbringen. Es darf und muss doch auch möglich sein krititsche Äußerungen zu machen. Bin ich denn nur ein guter Freund, wenn ich zu allem zustimmend nicke?
Wenn ich anderer Meinung bin, dann sage ich das auch. Natürlich ist es wichtig, in welcher Form Kritik eingebracht wird, aber grundsätzlich kann es nicht ohne funktionieren. Ich möchte doch nicht in "Selbstbeweihräucherung" (seltsames Wort, ich weiß... ;-) ) versinken.
Umso erbärmlicher ist es, wenn dann hinterrücks gelästert, aber vorne gute Miene gespielt wird.
Das verrückte an der aktuellen Situation bei mir ist, daß es mich momentan nicht wirklich böse oder wütend macht, sondern eher "amüsiert". Ich hatte mir immer vorgenommen, mich nicht von Neid oder Mißgunst zerfressen zu lassen. Und genau dieser Gedanke hilft mir jetzt weiter. Wer meint, ohne mich besser klar zu kommen, den lasse ich hinter mir.
Muß wohl so sein...
Ein wenig Selbstschutz gehört eben auch dazu.
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janoschs-laberecke,
Freitag, 20. Januar 2012, 10:31
Ach, was hab ich vergangene Nacht gut geschlafen!
Auf Menschen, die nicht Willens sind Kritik zu hören oder selbstkritisch zu sein, kann ich nur zu gut verzichten. Ich bin auch nicht perfekt. Hab privat einiges durchgemacht und beruflich keine geradlinige "Karriere" hingelegt. Trotzdem bin ich deshalb nicht nur verbittert, habe meine Fehler (teilweise?) erkannt und akzeptiert.
Oberflächlich betrachtet bin ich oft zu korrekt, zu ernst. Das ist mir bewußt. Der Grund für dieses Bild liegt aber nicht an fehlendem Humor, sondern eher am Bemühen, die Menschen in meinem Umfeld zu respektieren und sie zu verstehen.
Ja, eine gewisse Lockerheit geht mir dabei manchmal verloren. Das ist nicht immer so gewesen, aber ich befinde mich gerade auf einem guten Weg, dies zu ändern. Und damit werde ich fortfahren, ohne meine Überzeugungen über Bord zu werfen.
Auf Menschen, die nicht Willens sind Kritik zu hören oder selbstkritisch zu sein, kann ich nur zu gut verzichten. Ich bin auch nicht perfekt. Hab privat einiges durchgemacht und beruflich keine geradlinige "Karriere" hingelegt. Trotzdem bin ich deshalb nicht nur verbittert, habe meine Fehler (teilweise?) erkannt und akzeptiert.
Oberflächlich betrachtet bin ich oft zu korrekt, zu ernst. Das ist mir bewußt. Der Grund für dieses Bild liegt aber nicht an fehlendem Humor, sondern eher am Bemühen, die Menschen in meinem Umfeld zu respektieren und sie zu verstehen.
Ja, eine gewisse Lockerheit geht mir dabei manchmal verloren. Das ist nicht immer so gewesen, aber ich befinde mich gerade auf einem guten Weg, dies zu ändern. Und damit werde ich fortfahren, ohne meine Überzeugungen über Bord zu werfen.
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sturmfrau,
Freitag, 20. Januar 2012, 10:35
Ja, eine gewisse Lockerheit geht mir dabei manchmal verloren.
Glauben Sie, das geht mir auch so. Man hat dann schnell den Ruf der Spaßbremse, es fehlt das Leichte, Unbekümmerte - aber mal ehrlich, soll man sich deshalb verbiegen? Ich denke nicht. Oberflächlichkeiten gibt es ohnehin schon genug.
Glauben Sie, das geht mir auch so. Man hat dann schnell den Ruf der Spaßbremse, es fehlt das Leichte, Unbekümmerte - aber mal ehrlich, soll man sich deshalb verbiegen? Ich denke nicht. Oberflächlichkeiten gibt es ohnehin schon genug.
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janoschs-laberecke,
Freitag, 20. Januar 2012, 10:48
Sie bestätigen meine Sicht.
"Unbekümmertheit", auf eine neugierig-offene, lernende Art, hat mich in meiner Jugend ausgezeichnet. Daß sie mir verloren ging, wurde mir durch meine Scheidung bewußter denn je. Ich kann das Rad der Zeit nicht zurückdrehen, aber weiterhin für das einstehen, was mir wichtig ist.
"Unbekümmertheit", auf eine neugierig-offene, lernende Art, hat mich in meiner Jugend ausgezeichnet. Daß sie mir verloren ging, wurde mir durch meine Scheidung bewußter denn je. Ich kann das Rad der Zeit nicht zurückdrehen, aber weiterhin für das einstehen, was mir wichtig ist.
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sturmfrau,
Freitag, 20. Januar 2012, 10:52
Betrachten Sie's als Gewinn an Tiefe. Das bedeutet ja nicht, dass man nicht lernen kann, bisweilen auch die Ernsthaftigkeit auf die Seite zu schieben und zu genießen. Nur Ihr grundsätzliches Wesen werden Sie dadurch nicht ändern, und das ist auch gut so.
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